Dr. Hannes D. Galter, geboren 1954, studierte Assyriologie und Vergleichende Sprachwissenschaft an den Universitäten Graz, Wien und Toronto. Er promovierte 1981 mit einer Arbeit über den Gott Enki. Nach Assistententätigkeiten in Toronto und Graz ist er derzeit Direktor der Österreichischen Urania für Steiermark. Er lehrt Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie an der Universität Graz und ist Mitherausgeber der Grazer Morgenländischen Studien. Neben mehreren Buchpublikationen, darunter "Graz und die Keilschrift" (1987) und "Die Rolle der Astronomie in den Kulturen Mesopotamiens"(1993) veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze, vor allem zu Fragen der assyrischen Königsinschriften und des mesopotamischen Weltbildes. Weiters verfaßte er Beiträge zum Reallexikon der Assyriologie, zum Neuen Pauly und zum Dictionary of Deities and Demons in the Bible.
Zusätzlich zur altorientalischen Forschung kam mit der Zeit ein gesteigertes Interesse an gegenwärtigen Problemen des Nahen Ostens, vor allem jenen des Islamismus und der arabisch-europäischen Kulturkontakte, sowie an den Auswirkungen der Mediengesellschaft auf unser Geistesleben und unsere Bildungslandschaft. Zu beiden Themenbereichen veröffentlichte er in den letzten Jahren mehrere Arbeiten.