Geschichte der URANIA

 

Die Urania-Idee
Die Urania-Idee wurde in Berlin als Kind der Aufklärung und der aufstrebenden Naturwissenschaften geboren. Alexander von Humboldt (1769-1859), der davon überzeugt war, dass naturwissenschaftliches Wissen die Menschen vernünftiger mache und rationaler handeln lasse, hielt in den Jahren 1827 und 1828 öffentliche „Kosmos-Vorlesungen“. Jahrzehnte später griff Wilhelm Julius Foerster, der Direktor der Berliner Universitäts-Sternwarte, dieses Konzept einer naturwissenschaftlichen Allgemeinbildung wieder auf und entwickelte es zur Idee einer Volkssternwarte mit angeschlossenem Bildungshaus weiter. Gemeinsam mit dem Astronomen Max Wilhelm Meyer und dem Unternehmer Werner von Siemens gründete er 1888 die Gesellschaft „Urania“ als Einrichtung, die der naturwissenschaftlichen Anschauung und Belehrung dienen sollte. In der Folge entstanden viele Urania-Einrichtungen in Deutschland und in der gesamten Habsburgermonarchie (z.B. 1897 in Wien). 


Die Grazer Urania 

Der Erste Weltkrieg hatte die Österreicher nicht nur körperlich sondern auch geistig ausgeblutet, sodass sich nach seinem Ende ein wahrer Bildungshunger ausbreitete. Dieser bildete den Nährboden für die Gründung der Grazer Urania. Unter der Patronanz des steirischen Landeshauptmannes Anton Rintelen und des Grazer Bürgermeisters Vinzenz Muchitsch fand am 14. Februar 1919 die konstituierende Sitzung des Vereins „Grazer Urania“ statt.


In der Zwischenkriegszeit wies die Urania zwischen 7.000 und 12.000 Mitglieder auf. Der Schwerpunkt lag auch Kulturarbeit (Konzerte und Filme) und Vorträge. 1938 wurde die Urania von den Nazis aufgelöst. 

Die Österreichische Urania für Steiermark 

1947 kam es zur Neugründung der „Österreichische Urania für Steiermark“. In den 50er-Jahren bildete sie das Bindeglied zwischen Universitäten, Schulen und Öffentlichkeit. Eine wichtige Vorreiterrolle spielte sie auch bei der geistigen und künstlerischen Bewusstseinserneuerung in Graz. 

2019 feierte die Urania ihr 100 Jähriges Bestehen
Die Urania hat heute ca. 8000 Mitglieder und ist ein fixer Bestandteil in der Steirischen Erwachsenenbildung. Das Angebot reicht von wissenschaftlichen Vorträgen, kulturhistorischen und naturwissenschaftlichen Seminaren, Reisen und Kursen aller Art.

Der 100. Geburtstag wurde mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert: Festakt im Dom im Berg, Vortragsreihen, Symposion, zahlreichen Vernissagen und Festen.

 

 

Österreichische URANIA für Steiermark

Burggasse 4/l | 8010 Graz
0316 - 82 56 88-0
0316 - 81 42 57
urania@urania.at

Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag: 9 bis 13/16 bis 19 Uhr
Freitag: 9 bis 12 Uhr